Sprechen Sie TETRA?
Techniker lieben Abkürzungen, Feuerwehrleute übrigens auch. Hier erklären wir für Sie in einfachen Worten die wichtigsten Abkürzungen und Fachbegriffe der neuen Funktechnik. Damit Sie beim Thema TETRA von Anfang an mitreden können.
Wenn Sie tiefer in den digitalen BOS-Funk einsteigen wollen (oder müssen), dann empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an einer TETRA-Schulung für BOS-Praktiker. Selbstverständlich stehen solche Schulungen auch bei uns schon auf dem Plan. Aktuelle Termine senden wir Ihnen gern auf Anfrage.
262 = internationale TETRA-Landeskennung (MMC) für Deutschland; sozusagen die deutsche TETRA-"Vorwahl"
ASSI / Alias Short Subscriber Identity = kennzeichnet während einer Funkverbindung solche TETRA-Funkgeräte, die nicht zum eigenen Netz gehören
BC / Broadcast Call / Rundruf = kurze Textmitteilung an alle eingebuchten Teilnehmer einer Funkzelle
BDBOS / Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben = Behörde, die zentral und bundesweit den Aufbau, den Betrieb und die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des neuen digitalen BOS-Funk-Netzes übernommen hat; Sitz: Berlin
BOS / Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben = dazu gehören beispielsweise Polizei, Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Rettungsdienste
BS / Base Station / Basisstation = TETRA-Basisstation, in der Regel ortsfest
Bündelfunk = rechnergesteuertes Funksystem, bei dem den Funkgeräten für jede Funkverbindung automatisch und blitzschnell einer von mehrere Funkkanälen (aus dem verfügbaren "Kanalbündel") zugeteilt wird; weltweit werden viele unterschiedliche analoge und digitale Bündelfunk-Normen genutzt
Codec / Combined Coder and Decoder = Verfahren, das beispielsweise Sprache in digitale Daten umwandelt (kodiert) und diese digitalen Daten auch wieder in Sprache zurückwandelt (dekodiert); die Wandlung kann durch ein Gerät (Hardware-Codec) oder ein Programm (Software-Codec) erfolgen
DMO / Direct Mode Operation / Direktbetrieb = in dieser Betriebsart arbeiten TETRA-Funkgeräte direkt von Gerät zu Gerät und ohne das eigentliche Funknetz miteinander (vergleichbar etwa dem 2-m-BOS-Einsatzstellenfunk); auch im DMO sind Einzelruf, Gruppenruf, Notruf, Verschlüsselung und sogenannte bevorrechtigte Einsprache möglich
DMO-Gateway / DMO-Protokollumsetzer = spezielle TETRA-(Fahrzeug-)Funkgeräte lassen sich als Gateway einsetzen; dadurch kann eine Gruppe von Funkgeräten im Direktverkehr trotzdem auch in und aus dem TETRA-Netz angesprochen werden
DMO-Gateway-Repeater / DMO-Relaisfunkstelle und -Protokollumsetzer = spezielle TETRA-(Fahrzeug-)Funkgeräte lassen sich als Relaisfunkstelle und zusätzlich als Gateway für den Direktverkehr einsetzen
DMO-Repeater / DMO-Relaisfunkstelle = spezielle TETRA-(Fahrzeug-)Funkgeräte lassen sich als Relaisfunkstelle für den Direktverkehr einsetzen; dadurch erhöht sich deutlich die Reichweite von Handfunkgeräten (beispielsweise an der Einsatzstelle)
Dual Watch / Zweikanalüberwachung = Betriebsart, in der ein TETRA-Funkgerät trotz bestehender DMO-Verbindung weiterhin für die Leitstelle erreichbar bleibt
ETSI / European Telecommunications Standard Institute = zentrale europäische Normungsstelle für funktechnische Normen
FM / Frequency Modulation / Frequenzmodulation = analoges Modulationsverfahren; wird im bisherigen (analogen) BOS-Funk eingesetzt
GAN / Gruppe "Anforderungen an das Netz" = Expertengruppe, die BOS-spezifische Anforderungen an den neuen digitalen BOS-Funk zusammenstellt; diese dienen dann als Grundlage für den Aufbau des TETRA-BOS-Funk-Netzes
GSSI / Group Short Subscriber Identity = kennzeichnet eine Gesprächsgruppe innerhalb der SSI
ISSI / Individual Short Subscriber Identity = kennzeichnet ein Endgerät (ein TETRA-Funkgerät) innerhalb der SSI
MCC / Mobile Country Code = Landeskennung innerhalb der TSI
MNC / Mobile Network Code = Netzkennung innerhalb der TSI
Netzsteuerung = zentrale Steuerung eines TETRA-Netzes; koordiniert die Basisstationen (Funkzellen), steuert den Zugriff auf andere Kommunikationsnetze (z. B. Telefon, Funk, Funkruf, Alarmierung), bindet die BOS-Leitstellen in das digitale Funknetz ein
Roll-out / Einführung = Inbetriebnahme des digitalen BOS-Funk-Netzes; geplant ist eine jeweils regionale Inbetriebnahme auf Landes- oder Kreisebene; geplante Roll-out-Termine: schrittweise ab 2009
SDS / Short Data Service = kurze Textmitteilungen in der Art von SMS an einzelne Endgeräte oder ganze Gesprächsgruppen; dient auch zur Statusübermittlung
SSI / Short Subscriber Identity = Teilnehmerkennung innerhalb der TSI
Statusrückmeldung = bei einer Funkalarmierung über das TETRA-Netz kann jede Einsatzkraft per Knopfdruck der Leitstelle mitteilen, ob sie für diesen Einsatz verfügbar ist
TDMA / Time Division Multiple Access / Zeitmultiplexverfahren = das digitale Modulationsverfahren von TETRA; in TDMA wird jeder physikalische Funkkanal zeitlich mehrfach ausgenutzt; Vorteil: gleichzeitig mehrere unabhängige Sprach- und Datenfunk-Verbindungen pro Kanal
TETRA / Terrestrial Trunked Radio = eine weltweit einheitliche, herstellerunabhängige Norm für digitalen Bündelfunk
TETRA-Downlink = Übertragung von einer TETRA-Basisstation zu einem TETRA-Funkgerät
TETRA-Uplink = Übertragung von einem TETRA-Funkgerät zu einer TETRA-Basisstation
TMO / Trunked Mode Operation / Netzbetrieb = in der Betriebsart TMO arbeiten TETRA-Funkgeräte über eine Basistation - und damit über das eigentliche Funknetz - miteinander (vergleichbar etwa dem Betrieb von Handys, die auch nur über ein Mobiltelefonnetz miteinander in Verbindung treten können); in dieser Betriebsart sind alle TETRA-Leistungsmerkmale verfügbar
TSI / TETRA Subscriber Identity = individuelle 48-Bit-Funkgeräte-Adresse; weltweit nur einmal vergeben und somit absolut eindeutig für jedes TETRA-Gerät
NEWS
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Oktober 2010 = Anläßlich der PMRExpo präsentiert Motorola das MTP830 FuG – ein neues, digitales Handfunkgerät, optimiert für den Einsatz bei den Feuerwehren ...
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Juli 2010 = Motorola wird die öffentlichen Sicherheitsorgane in Mecklenburg-Vorpommern mit mehr als 10.000 TETRA-Digitalfunkgeräten ausstatten ...